Freundschaft zwischen Ausländern und Deutschen e.V.

Zwischen Menschen unterschiedlicher Religion, Kultur und Nationalität bestehen oft viele Vorurteile, Ängste und Missverständnisse. Seit über 30 Jahren treten wir dem entgegen.

Sehr geehrte Damen und Herren,

von den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie war – und ist noch – auch unser Verein „Freundschaft zwischen Ausländern und

Deutschen e.V.“ betroffen.

Die Angebote, die Ihnen unsere beiden Projekte

Die Nachbarschaftshilfe – deutsche und ausländische Familienund

Internationaler Kinderzirkus TRAU DICH

bisher machen konnten sind zum Teil ausgefallen (Übungsnachmittage, Zirkusvorstellungen, Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen), andere konnten und können von der Nachbarschaftshilfe in digitaler Form durchgeführt werden.

Aufgrund der für Bayern in der nunmehr Elften Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (11. BayIfSMV) vom 15.12.2020, BayMBl. 2020 Nr. 737  *), zuletzt geändert am  28.01.2021, erlassenen Vorschriften  sind unsere Angebote mit Einschränkungen versehen.
Bleiben Sie informiert und vor allem, bleiben Sie gesund.

Wir erkunden die gegebenen Möglichkeiten, immer mit einem Hygienekonzept unter dem Arm und immer im Gespräch mit den Hausherr*innen der Kirchengemeinden und der Veranstaltungsorte, in denen wir zu Gast sind.
Anstelle eines umfangreichen Halbjahres-Programms planen wir nun jeden Monat für sich. Im Februar 2021 sind folgende Online-Angebote geplant.

 

Fluchtgrund Liebe? Zur Situation queerer Geflüchteter im Herkunftsland und in Deutschland
Dienstag, 09. Februar 2021 | 19.00 Uhr
Online per Zoom
Teilnahme kostenlos
Hand in Hand mit der*dem Partner*in durch die Straße schlendern? In über 70 Staaten weltweit ist das undenkbar. Die sexuelle Orientierung oder geschlechtliche Identität offen zu leben bedeutet dort Diskriminierung, Vertreibung mit teils grausamen Methoden, Gefängnis- oder gar Todesstrafe. Oft werden die Betroffenen durch die Familien zwangsverheiratet und durch Gewalt gefügig gemacht, es werden Lebensgrundlagen zerstört, Liebende getrennt, Hilfe in Notsituationen unterlassen.
Die Ankunft in Deutschland bedeutet für viele, zum ersten Mal unbedroht zu leben und zu lieben. Doch ist die Situation nicht immer komplett entschärft. In Sammelunterkünften etwa sind die Menschen oft erneut Stigmatisierung und Diskriminierung ausgesetzt. Traumatische Erfahrungen verfolgen sie im Alltag.
Welche Erlebnisse prägen den Alltag von LGBTIQ*-Geflüchteten? Welchen Unterstützungsbedarf brauchen Sie nach der Flucht? Und wie sieht es mit LGBTIQ*-Communities in den jeweiligen Ländern aus?
Die Referent*innen von Sub e.V. berichten über die Situation von queeren Geflüchteten in verschiedenen Ländern, geben Einblicke in den Beratungsalltag und erzählen aus ihrer eigenen (Flucht-)Geschichte.
Die Veranstaltung findet online per Zoom statt.
Anmeldung unter: teresaniessen@die-nachbarschaftshilfe.de, telefonisch unter 089/ 53 66 67 oder hier
In Kooperation mit der Koordinationsstelle Flüchtlingsarbeit im Evang.-Lutherischen Dekanat München
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Rundgang & Workshop „Postkoloniale Spuren in München“
Sonntag, 21. Februar 2021 | 13.00 – 16.30 Uhr (inkl. 30 Minuten Pause)
Workshop & Rundgang werden online per Zoom stattfinden
Teilnahme kostenlos
Was hat die deutsche Kolonialgeschichte mit unserem Alltag heute zu tun? Viele unserer Vorstellungen oder unser Konsumverhalten sind bewusst oder unbewusst beeinflusst von Begegnungen mit der „Neuen Welt“. Wir werfen den Blick auf weltweite Verflechtungen und lokale Spuren, auf Damals und Heute, auf Unterdrückung und Widerstand. Wie möchten wir als (Stadt-) Gesellschaft mit solchen kolonialen Spuren umgehen?
Mit interaktiven Methoden erschließen wir uns im Workshop koloniale Geschichte und koloniales Denken. Danach geht es auf Spurensuche in München zu Orten, an denen (Post-) Kolonialismus sichtbar ist – dieses Mal komplett online.
In Kooperation mit Commit München e.V.
Anmeldung (gerne mit einem Hinweis, ob und/oder wie viel ihr euch schon mit dem Thema beschäftigt habt) unter: teresaniessen@die-nachbarschaftshilfe.de oder 089/ 536 667
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Blasphemie im Nahen Osten

Montag, 22. Februar 2021 | 19.00 Uhr
Online per Zoom
Teilnahme kostenlos
Die Mohammed-Karikaturen und die muslimischen Reaktionen auf sie sind mit viel Lärm durch die Presse gegangen. Dabei geht es im Grunde genommen um Blasphemie und die Frage, wie man damit umgeht. Bei Vielen bleibt der Eindruck zurück, dass das Problem von den Muslimen ausgeht und mit ihrer Religion zu tun hat.
Aber ist das eigentlich so? Was ist der Hintergrund? Liegt es wirklich am Islam? Oder gibt es andere Aspekte, die religionsübergreifend auch die anderen Religionen des Nahen Ostens betreffen?  Wie stehen andere Religionsgemeinschaften aus dieser Region zum Thema Blasphemie?
Diese Frage wird Simon Jacob vom Verein Project Peacemaker e.V. näher durchleuchten. Er kam 1978 im südostanatolischen Raum, nahe der syrischen Grenze, auf die Welt und gehört einer altorientalischen Kirche (Syr. Orth.) an. 1980 kam er mit seinen Eltern, aufgrund der Spannungen in der Region, nach Deutschland. Heute engagiert sich der Journalist, Autor und Nahost-Experte für den Frieden in der Region, hat die Länder des Nahen Ostens intensiv bereist und nutzt seine Zugehörigkeit zu einem christlichen Clan, um an Orte zu gelangen, die Westlern sonst verwehrt bleiben.
Teilnahme nach Anmeldung unter: kathrinneumann@die-nachbarschaftshilfe.de

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Vortrag & Lesung: „Das größte Freiluftgefängnis der Welt“. Die Assimilierung von Minderheiten in China und deren Auswirkung in Deutschland

Dienstag, 23. Februar 2021 | 19.00 Uhr
Online per Zoom

Teilnahme kostenlos

Überwachungskameras an jeder Straßenecke, Benachteiligung im Job, Behinderung der Religionsausübung: Spätestens seit der Enthüllungen durch die China Cables gibt es immer mehr Berichte über die systematische Diskriminierung und Überwachung von Millionen Uiguren, Kasachen und andere Minderheiten in ihrer Heimat, der „Autonomen Region Xinjiang“ im Nordwesten Chinas. Mehr als eine Millionen Menschen sollen in Straflagern im Osten Chinas gewaltsam gefangen gehalten werden.
Zahlreiche Uiguren und Kasachen leben mittlerweile in Deutschland – in München hat beispielsweise die wichtigste Exilorganisation, der „Weltkongress der Uiguren“, ihren Sitz. Versucht die Kommunistische Partei Chinas auch im (deutschen) Ausland Einfluss zu nehmen – was etwa die Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit und die kulturelle Selbstbestimmung dieser muslimischen Minderheit betrifft? Ist der „lange Arm Pekings“ auch hierzulande immer stärker spürbar und wenn ja, in welcher Form?
Referentinnen:

Die Autorin Alexandra Cavelius liest aus ihrer Biografie „Die Kronzeugin“. Für das Buch interviewte sie die ehemalige Lager-Gefangene Sayragul Sauytbay, die die menschenunwürdigen Umstände ihrer Haft beschreibt.

Lea Zhou ist freie Journalistin in Berlin, macht öffentlich auf Chinas „außergerichtliche Gehirnwäscheeinrichtungen“ aufmerksam. Im November 2020 gab sie eine Stellungnahme in der Anhörung des Bundestag-Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe zur Menschenrechtssituation in China ab.

Teilnahme nur nach Anmeldung unter: teresaniessen@die-nachbarschaftshilfe.de

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Bitte sehen Sie für die Veranstaltungen auch auf www.die-nachbarschaftshilfe.de nach.

Auf den beiden Projekt-Homepages sind die bisher geplanten und möglichen Vorhaben eingestellt. Bitte informieren Sie sich dort. Rückfragen bitte am besten per E-Mail, weil es derzeit nicht möglich ist, jede Frage am Telefon ohne Nachschlagen zu beantworten.

Die Landeshauptstadt München hat auf Ihrer Internet-Seite inzwischen eine aktuelle Äußerung des Oberbürgermeisters veröffentlicht.

Beachten sie die allgemeinen Hygieneregeln, die von Anfang an und unverändert gelten!

Kommen Sie wieder, sobald wir ein für Sie passendes Angebot haben!

Herzliche Grüße

Helmut Weber, Vorsitzender Helga Hügenell, stellvertretende Vorsitzende

*) Quellen:

https://www.stmgp.bayern.de/coronavirus/ und

https://www.stmgp.bayern.de/coronavirus/rechtsgrundlagen/

Das ist jeweils die Seite des Bayerischen Gesundheitsministeriums mit den Informationen.

Die Miniterialblätter werden hier veröffentlicht: https://www.verkuendung-bayern.de/baymbl/

Was wir tun

Freundschaft zwischen Ausländern und Deutschen e.V. trägt zwei Projekte: Den „Internationalen Kinderzirkus TRAU DICH“ und „Die Nachbarschaftshilfe – deutsche und ausländische Familien“.

Bei Festen und den Zirkusübungsnachmittagen, Vorträgen und Workshops, Informationsveranstaltungen, Freizeitangeboten und in Arbeitsgruppen bringen wir Menschen aus verschiedenen Ländern, Kulturen und Religionen zusammen. Merkmale der Herkunft, Leistungsfähigkeit und Nationalität des Einzelnen treten in den Hintergrund.
Unter dem Motto „Miteinander leben – voneinander lernen“ leisten wir einen Beitrag hin zu einer inklusiven Gesellschaft. Außerdem beteiligen wir uns aktiv an der öffentlichen Diskussion zu Migrationsthemen.“

Die Nachbarschaftshilfe – deutsche und ausländische Familien

Für Erwachsene und Familien bieten wir eine breite Palette von Veranstaltungen, Kursen und Arbeitskreisen an. Die gegenseitige Begegnung von Menschen verschiedener Herkunft und das Lernen vom Anderen stehen dabei immer im Vordergrund.

Internationaler Kinderzirkus TRAU DICH

In unseren Kinderzirkussen „TRAU DICH“ und „JoJo“ üben jede Woche über 130 Kinder die verschiedensten Zirkuskünste und präsentieren diese bei acht Vorstellungen im Jahr einem begeisterten Publikum. Spielerisch überwinden dabei die Kinder Vorurteile und festigen ihr gegenseitiges Verständnis.

Sie haben Fragen oder Anregungen? Kontaktieren Sie uns gerne!

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